
Es gibt 3 verbreitete Arten von Digitalkabeln im HiFi-Bereich, die wir Ihnen im folgenden etwas näher bringen wollen. Jedes hat bauart- oder prinzipbedingte Vor- und Nachteile. Durch diese kurze Einführung möchten wir Ihnen die Auswahl des für Sie passenden Kabels ein wenig erleichtern.
Bei diesen Kabeln findet die Übertragung der digitalen Signale über Lichtleiter statt. Diese bestehen aus Kunststoffen oder bei sehr hochwertigen Kabeln aus Glas. Der Vorteil der optischen Übertragung ist die absolute Unempfindlichkeit gegenüber elektrischen Einflüssen (z.B. Netzeinstreungen), die das Signal verunreinigen könnten. Der Nachteil ist, dass durch mechanische Belastungen, wie z.B. knicken oder Stöße, einzelne Stränge des Kabels Schaden nehmen können und so durch Brechung des Lichtsignals, die Qualität der Wiedergabe beeinträchtigen können.
Bei diesen Kabeln findet die Übertragung der digitalen Signale über koaxiale Kabel mit einem genau definierten Wellenwiderstand statt. Standardmäßig beträgt dieser 75 Ohm, aber auch 50 Ohm finden hier viele Anhänger. Die Kabel bestehen aus einem metallenem Innenleiter und einer Abschirmung, die beide durch einen Isolator getrennt sind. Die Abschirmung soll verhindern, dass elektrische Einstreuungen das Signal verunreinigen. Der Vorteil der kaoxialen Übertragung ist die geringere Empfindlichkeit gegenüber mechanischen Einflüssen. Der Nachteil dieses Prinzips ist die bereits angesprochene Möglichkeit der elektrischen Einstreuung. Daher ist stets auf eine gute Abschirmung zu achten.
Auch hier findet die Übertragung der digitalen Signale über Kabel mit einem genau definierten Wellenwiderstand statt. Standardmäßig beträgt dieser 110 Ohm. Der Vorteil des AES/EBU Standards liegt in der symmetrischen Übertragung. Dadurch ist diese Art der Signaübertragung erheblich resistenter gegen elektrische Einstreuungen. Die Verbindung erfolgt über 3-polige XLR Stecker und ist meist nur bei höherwertigen Geräten und in der Studiotechnik zu finden.
Generell ist die Signalqualität erst einmal abhängig von der Qualität der einzelnen Wandler, die im Gerät verbaut werden. Es kann also durchaus sein, dass der optische Ein- oder Ausgang besser ist als der koaxiale oder umgekehrt. Da hilft im Zweifelsfalle nur testen oder das Wühlen in Foren. Wenn wir der Einfachheit halber mal davon ausgehen, dass alle Wandler gleich gut sind gilt nach unserer Erfahrung folgendes: